Tiroler Gemeindekooperationspreis 2018

IHRE STIMME ZÄHLT


 In zahlreichen Fällen haben sich in Tirol bereits unterschiedliche Formen der gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit bewährt.
Und dieses Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft! 

Um Kreativität und Bereitschaft zur Kooperation zu würdigen und gelungene Beispiele aus der Praxis vor den Vorhang zu holen,
wurde der Gemeindekooperationspreis - kurz „GEKO“ - ins Leben gerufen und wird nun zum zweiten Mal ausgelobt.

Zahlreiche Projekte wurden eingereicht und von einer Fachjury bewertet. Wir danken jeder einzelnen Gemeinde für Ihre Beteiligung.  

Vier Gemeindekooperationen sind nun in der engeren Auswahl.

Voten Sie vom 01. bis zum 21. Januar 2018 - 23:59 Uhr - für Ihr Lieblingsprojekt.
 

 

 

 

Gemeinden Angath, Angerberg, Bad Häring, Breitenbach, Kirchbichl, Kundl, Mariastein, Wörgl

komm!unity

Ein gemeindeübergreifender Verein zur Förderung der Jugend-, Integrations- und Gemeinwesenarbeit

 

Mitte 2012 wurde komm!unity zur Förderung der Jugend-, Integrations- und Gemeinwesenarbeit im Tiroler Unterland gegründet – dies unter der Federführung der Stadtgemeinde Wörgl und mit Beteiligung aller acht Gemeinden des Planungsverbands 29 (Angath, Angerberg, Bad Häring, Breitenbach, Kirchbichl, Kundl, Mariastein und Wörgl).

Heute betreibt komm!unity mehrere Jugendzentren in der Region (Wörgl, Kundl, Bad Häring, Söll, Ebbs), die Jugendinformationsstellen InfoEck für die Bezirke Kufstein und Kitzbühel, ein gemeinsames Integrationszentrum für die acht Gemeinden des Planungsverbands 29 sowie die Mobile Jugendarbeit (Streetwork), die Jugendinitiative I-Motion und eine Stelle für Gemeinwesenentwicklung (Agenda 21) in der Stadt Wörgl. Seit 2014 ist der Verein zudem im Vorstand des Regionalmanagements Kitzbühler Alpen (LEADER) vertreten, wo gemeinsam mit insgesamt 26 Gemeinden die zukunftsorientierte Regionalentwicklung gestaltet und koordiniert wird.

Somit bietet komm!unity eine Struktur, die eine umfassende und gemeindeübergreifende Gemeinwesenentwicklung in der Region professionell begleiten und gestalten kann. Mit den aktuell 19 Angestellten verfügt der Verein über ein Team mit umfangreichen Kompetenzen, nicht zuletzt auch hinsichtlich Sprachen und Interkulturalität. komm!unity besitzt umfassende Erfahrungen mit Projekten und Entwicklungsprozessen, die aufgrund der Struktur des Vereins als regionales Kompetenzzentrum auch in zahlreichen gemeindeübergreifenden Initiativen gesammelt wurden.

4315 Stimmen

Gemeinden Matrei a. Br., Mühlbachl, Pfons

Gemeindekooperation im Wipptal


Die drei Gemeinden arbeiten schon seit Jahrzehnten in vielen kommunalen Bereichen zusammen und können dadurch Projekte realisieren, die ansonsten für jede kleine Gemeinde allein unfinanzierbar wären. Auch in den Vereinen und ehrenamtlichen Organisationen wird gemeindeübergreifend kooperiert.
Um den Verwaltungsaufwand zu minimieren, werden die in den Verbänden ausgelagerten Arbeiten unter den Gemeinde nach den zur Verfügung stehenden Ressourcen verteilt. Alle drei Gemeinden beschäftigen in der Verwaltung nur jeweils zwei Mitarbeiter (Amtsleiter/in, Kassier/in und Standesbeamter). In gemeinsamer Kooperation werden Kindergarten, Volksschule, eine Sportanlage, ein zusätzlicher Kunstrasenplatz, der Abwasserverband „Unteres Wipptal“ sowie ein Biohackgutheizwerk, das 300 Haushalte mit Wärme versorgt, bewältigt; darüber hinaus eine Neue Mittelschule, an der auch Ellbögen und Navis beteiligt sind, sowie der Friedhof, bei dem zusätzlich zu den vorgenannten Gemeinden noch Steinach eingebunden ist. Am Altersheim „Annaheim“ ist mit zehn beteiligten Gemeinden nahezu die ganze Region Wipptal mit eingeschlossen.
Aktuell wird in Matrei gemeindeübergreifend eine Park & Ride Anlage für 180 Parkplätze errichtet. Dieses Parkdeck sichert nicht nur für viele PendlerInnen aus den umliegenden Gemeinden einen sicheren Parkplatz, sondern macht auch die Regionalbahn deutlich attraktiver. Das Wipptal schließt damit näher an den Zentralraum Innsbruck an. Ein Beitrag dazu, die Region zu stärken und Abwanderungstendenzen einzudämmen.
505 Stimmen

Gemeinden Kematen, Polling, Unterperfuss, Ranggen, Gries, St.Sigmund

Erstes regionales Bauamt in Tirol

Sechs Gemeinden bündeln Kompetenzen am Standort Kematen
 

Kematen. Polling. Unterperfuss. Ranggen. Gries. St. Sigmund. Diese sechs Gemeinden bündeln ihre Kompetenzen und schaffen das erste regionale Bauamt in Tirol. Sie arbeiten ab sofort noch enger zusammen und konzentrieren die gesamten Agenden der Tiroler Bauordnung und jene der örtlichen Raumordnung am Standort Kematen. Ausgenommen davon sind lediglich die örtlichen Raumplaner sowie die hochbau-technischen Sachverständigen. Diese bleiben weiterhin im Wirkungsbereich der einzelnen Gemeinden.
Als Standort dieses Kompetenzzentrums für alle Bauangelegenheiten ist Kematen vorgesehen. Künftig werden hier, mitten im Ort, drei Bauexperten arbeiten und die bauamtlichen Agenden der sechs beteiligten Gemeinden übernehmen. Voraussetzung dafür waren die entsprechenden Gemeinderatsbeschlüsse in den Gemeindevertretungen von Kematen, Polling, Unterperfuss, Ranggen, Gries und St. Sigmund.
Neben deutlichen Kosteneinsparungen soll das regionale Bauamt auch eine höhere Effizienz und damit kürzere Bearbeitungszeiten mit sich bringen. Für die EinwohnerInnen der sechs Gemeinden bedeutet dies in der Praxis keine Umstellung. Die Ansuchen werden weiterhin in der Wohnortgemeinde eingebracht, die Ausstellung der Bescheide erfolgt wie bisher durch den Bürgermeister. Einzig die Verwaltungsarbeit wird in Kematen gebündelt und rasch erledigt.
Das regionale Bauamt Kematen ist damit die erste Verwaltungsgemeinschaft in Tirol. An den rein formalen Zuständigkeiten ändert sich nichts, da die rechtlichen Agenden weiterhin bei den einzelnen Bürgermeistern bleiben.
323 Stimmen

Gemeinden Weer, Kolsass, Kolsassberg

 

Drei Gemeinden, zwei Bezirke, eine Familie

 
Die Gemeinden Weer, Kolsass und Kolsassberg liegen - getrennt durch eine Bezirksgrenze - geographisch auf engstem Raum. Von der intensiven Zusammenarbeit profitieren sie in mehrfacher Hinsicht: Entlastung der Budgets durch Aufteilung der Kosten, sehr gute Infrastruktur zum erschwinglichen Preis, bessere Ausnützung der bestehenden Gebäude und Gerätschaften, große Erfolge im sportlichen Bereich, die einzeln nie zu erzielen wären, überdurchschnittliches Vereinsangebot, kostendeckender Sozialsprengel, hohe Qualität der Kinderbetreuung, florierende Gastbetriebe und eine jeweils offene und respektvolle Dorfgemeinschaft.
Bereits 1959 wurde der gemeindeübergreifende SV Raika Kolsass Weer gegründet. Ein gemeinsam realisiertes Großprojekt jüngeren Datums ist das lokale Kleinskigebiet am Kolsassberg. Zahlreiche Vereine und Freizeitangebote laufen gemeindeübergreifend - von der Landjugend bis zum Volleyballteam, vom Bienenzuchtverein bis zur Modellsportgruppe, vom Dartverein bis zur Erwachsenenschule, vom Hundesportverein bis zur Dorfbühne.
In Bildung, Kinderbetreuung und Wirtschaft ist Kooperation gelebte Praxis. In Kolsass wurde eine gemeinsame Volksschule errichtet, in Weer eine gemeinsame Hauptschule. Aktuell wird eine gemeinsame Kinderkrippe, Mittagsbetreuung und Nachmittagsbetreuung im Kinderzentrum in Weer betrieben. Die Gemeinden Weer und Kolsass haben ein gemeinsames Gewerbegebiet umgesetzt, Betriebe wurden angesiedelt und Arbeitsplätze geschaffen, die Kommunalsteuern werden geteilt. Ihren gemeinsamen Weg wollen die drei Gemeinden künftig weiter intensivieren.
3298 Stimmen